Noch nicht ahnend, welch unvergessliches Abenteuer uns erwarten wird, sitzen wir im Zug nach Bex, um das Eindrückliche Stollenlabyrinth der Mine de Sel zu bewundern. Zurück im strömenden Regen, nehmen wir den Weg nach Pont de Nant unter die Füsse: Durch die tosende Avançon-Schlucht über Les Plans-sur-Bex erreichen wir unser erstes Etappenziel und schliessen den ersten Tag bei einem feinen Menü und süffigem Wein aus der Region ab.

Geweckt durch die schon fast unerwarteten Sonnenstrahlen und gestärkt durch ein währschaftes Frühstück, nehmen wir die zwei Pässe Col des Essets und Pas de Cheville in Angriff. Wunderschöne Lärchenwälder säumen den Weg, Gemsen, Bartgeier und Murmeltiere beobachten unsere Gruppe und hoher Schnee auf den Gipfeln fordert unsere Kondition und Orientation heraus. Doch die topmotivierte Gruppe hält zusammen: Mit kalten Zehen, ersten Symptomen der Schneeblindheit und triefenden Schuhen queren wir beim Abstieg tosende Schmelzwasserbäche und erhalten bald eine belohnende Sicht auf den Lac de Derborence. An dessen Ufer können wir uns mit einem schmackhaften Fondue verwöhnen lassen und fallen bald ziemlich müde auf die Pritschen des Massenschlages.

Pas de Cheville

Aufgrund der Schneeverhältnisse entschliessen wir uns am nächsten Morgen gegen die Umwanderung des Grand Muveran und geniessen die einzigartigen Landschaften des Lac de Derborence und der Lizerne-Schlucht, bevor sich uns das Unterwallis mit Sicht bis nach Sion präsentiert und unsere Wanderung in Aven zu Ende geht.

Super Equipe, freundliche Gastgeber und die Schweiz von ihrer schönsten Seite: Das schreit eindeutig nach einer Wandertour Version 02/2007! Die Illustration – diesmal auch mit Bildern von Gastfotograf Stefu – zu diesem Bericht findet Ihr wie immer in der Gallerie.